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flatrat

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  • »flatrat« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 164

Vorname: Silke

Wohnort: Niederbayern

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1

Samstag, 27. Januar 2018, 22:03

Pärchen - früher vereint, heute entzweit

Einen guten Abend zusammen,

ich habe einige Fragen an alle Mütter und Väter von Pärchen (sollte es kein geschlechter- oder zwillingstypisches Phämomen sein, fasse ich die Zielgruppe gerne auch weiter).
Ich muss gestehen, ich bin ein bisschen wehmütig, weil meine früher so einigen Zwillinge nun sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Spielen haben, die leider selten zusammenpassen. Bis zum Alter von fast 4 Jahren waren sie sich meist einig, was und wie gespielt wird bzw. Absprachen klappten meist verhältnismäßig reibungslos. Seit einiger Zeit ist das vorbei. Mein Sohn kann recht "rüpelhaft" sein und ist in seinem Spiel sehr körperbetont, meine Tochter ist deutlich zickiger und spielt typische Mädchenspiele. An sich also recht normal. Leider führt das im Moment dazu, dass nach kurzer Zeit ein quengelndes oder weinendes Kind bei mir Beschwerde über das Geschwisterkind einreicht. Schiedrichter will ich nicht sein, den Umgang mit Geschwisterstreit à la Adele Faber versuche ich anzuwenden, aber ich muss sagen, mich nervt das Genörgel. Zumal ich über einen langen Zeitraum vorher mit einer friedlichen Einigkeit gesegnet war. Natürlich ist keine Seite bereit, vom eigenen Standpunkt abzuweichen.
Getrennt zu spielen scheint beiden keine erstrebenswerte Alterntive, es sei denn, ich stehe exklusiv als Spielpartner bereit, natürlich für beide Seiten. Mein Vorschlag, mich in der Mitte durchzuschneiden, wurde glücklicherweise bisher von beiden Parteien vehement abgelehnt. Ich vermute, sie entwickeln ihr eigenes autonomes Selbst weiter, aber muss das auf Kosten einer Nerven sein....

Hier meine Fragen:

Wem erging es ähnlich? Ist das alterstypisch oder geschlechterpezifisch? Wie seid Ihr damit umgegangen? Wann hat sich das wieder gelegt?

Bitte ermutigt mich, lasst mich an Euren Erfahrungen teilhaben oder raubt mir meine Illusion, dass es nur eine Phase ist,
Silke

kleinertraum

*gern unterwegs- jetzt auch wieder nachts*

Beiträge: 5 012

Vorname: °Astrid

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2

Sonntag, 28. Januar 2018, 07:00

Ich sehe leider nicht wie alt deine Kinder sind . Meine sind 6. Obwohl meine Tochter kein typisches Mädchen ist und mein Sohn nicht mega rüplg ist , ist das spielen hier auch schwierig.
Zum Glück sind sie im kiga getrennt so dass sie da auch mal 2 h getrennt voneinander spielen - ansonsten hängen sie sehr aneinander.
Aktuell spielen sie wiedde öfterzusammen . Das klappt gut unter folgenden RahmenBedingungen
Ganz wichtig : bei gesellschaftspielen darf es keinen Gewinner geben - findet hubi und wer wars sind da meine Empfehlungen
Dann haben sie eine gemeinsame LieblingSerie. Paw patrol - mit den Figuren (jeder hat die Hälfte) wird auch lange gespielt

Wenn ich mal wieder Schiedsrichter sein soll, dann gibt es von mir eine klare Absage - wenn es nicht passt dann muss eben jeder in sein Zimmer. Und grundsätzlich darf der zimmer Besitzer entscheiden was gespielt wird. Dann kann der Gast überlegen ob er das will.
Bei zuviel qnatsch spiele ich mlt und mach einen Vorschlag .

Aber man muss auch akzeptieren daß jeder individuelle Bedürfnisse hat . Ich denke ein abgrenzen vom Zwillingsgeschwister ist richtig und wichtig zum Aufbau der individuellen persönlichkeit - und ich wüsste nicht wie das anders als über Streit gehen könnte .



Beiträge: 908

Vorname: Kaddel

Wohnort: Schweiz

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3

Sonntag, 28. Januar 2018, 07:57

wir haben hier, allerdings schon ganz von anfang an, auch große unterschiede in bezug auf die körperlichkeit: die eine ein "rührmichnichtan", der andere seeeehr kuschelig und auch durchaus "spontan rüpelig", erinnert mich oft an rempelnde jungs auf dem schulhof... das führt bei uns schon immer zu vielen konflikten. vom quirligen denken her sind sie hingegen zwillinge im geiste, lieben es, zusammen quatschig-lustige dinge zu tun.
im alltag schaffen wir es mal mehr, mal weniger gut damit umzugehen, das ist sehr von der allgemeinen stimmung abhängig.
grundsätzlich versuche ich zum einen, die gemeinsamkeit zu stärken, d.h. sie bei ihren kreativen spielen zu unterstützen, damit sie merken und richtig auskosten können, wie viel spass sie zusammen haben, denn den haben sie wirklich.
zum anderen versuche ich unserem sohn immer und immer wieder zu zeigen, wie er SANFT mit seiner schwester umgehen kann und MUSS (10cm größenunterschied, 5kg gewichtsunterschied und dann auch noch die verschiedenen körperlichen bedürfnisse sind da durchaus eine echte herausforderung in dem alter!). er ist da mal mehr, mal weniger einsichtig, denn oft macht er es natürlich absichtlich, dazu kommen noch diese lästigen impulse, vor aufregung oder sonstwas mal eben auf jemanden draufzuspringen etc. _hystria_
zugleich versuche ich unserer tochter auch immer wieder zu verdeutlichen, dass ihr bruder es meist sehr nett meint und einfach lieber kuschelt und größer und schwerer ist, d.h. dass sie in gewissem maße toleriert, wenn er sie (etwas fester) umarmt etc. und ich sage ihr, wie sie IHM sagen soll, dass er sanfter sein soll etc.
bei uns funktioniert es wegen der großen körperlichen unterschiede meist (noch) überhaupt nicht, dass ich mich aus konflikten raushalte, denn die werden (deshalb?) sehr schnell sehr körperlich. wenn ich allerdings sehe, dass sie genug räumliche distanz und noch einen kühlen kopf und gute laune haben, ermutige ich sie, das problem selbst zu lösen. gebe aber oft kleine "tipps" wie "ah, jetzt habt ihr ein problem, jeder will den grünen mann haben. überlegt doch mal, was ihr machen könntet, bestimmt fällt euch was ein. vielleicht könntet ihr euch abwechseln? oder ihr sucht zusammen in der kiste, ob ihr noch einen anderen tollen mann findet? was meint ihr?" und dann gehe ich, wenn möglich, etwas abseits. aber wahrscheinlich machst du das sowieso ähnlich.
na ja, wie gesagt, es geht mal besser, mal schlechter.
LG Kaddel

Schmunzelmaus _mmmhro_ Ende Mai 2014 spontan bei 35+
Kuschelbär _mmmhbl_ Ende Mai 2014 spontan bei 35+

4

Sonntag, 28. Januar 2018, 09:49

Ich antworte mal, auch wenn ich zweieige Mädchen habe und die große Schwester zwei Jahre älter dazu.

Zur Krippen- und Kindergartenzeit habe die Zwillinge gut zusammen gespielt (Nicht ausschließlich miteinander). Rollenspiele klappten gut ebenso wie bastelnd, malen, puzzeln etc. Auch die große Schwester konnte gut in die Spiele integriert werden. Lediglich Gesellschaftsspiele bei denen es ums Gewinnen geht waren schon immer schwierig und klappten nur wenn jemand älteres dabei war um auf die Regelkonformität zu achten.

Seit die beiden Kleinen nun in der ersten Klasse sind habe ich das Gefühl es klappt nichts mehr so richtig zwischen den Mädels. Ich kann sie keine 2 Minuten zusammen lassen ohne das es kracht. Bei Rollenspielen bekomme ich immer mit wie sie sich die "blöden Rollen" (Du musst das Baby sein, darfst aber nur krabbeln und kannst noch nicht sprechen) zuschieben wollen, beim Malen "nein das sind meine Stifte die darfst du nicht". Immer wieder kommt irgendeine petzen die hat mir in den Bauch geboxt, meine Bild kaputt gemacht, lässt mich nicht mitmachen,... Auch in der Schule (gemeinsame Klasse) habe ich das Gefühl sie wollen die andere lieber ausgrenzen als mitmachen lassen.

Auch wenn ich weiß dass es durchaus normal ist fällt es mir alles andere als leicht damit umzugehen. Meist versuche ich auch zu trennen und jede muss dann eben alleine in ihrem Zimmer spielen. Was die Schule angeht denke ich momentan darüber nach ob es nicht doch besser gewesen wäre zu trennen - was aber aus verschiedenen Gründen nicht einfach zu realisieren war.

Sie durften letzten Sommer alleine (also zusammen ohne mich) auf den Spielplatz rüber. Seit sie aber teilweise so gegeneinander sind habe ich kein gutes Gefühl mehr dabei. Über solche Themen versuche ich auch mit ihnen auf Sachebene zu sprechen bin mir aber nicht sicher ob ich sie erreiche.

Ich hoffe es ist nur eine Phase der Autonomie und legt sich irgendwann (am besten bald!) wieder...
Viele Grüße
Katharina

_mmmhro_ & _mmmhro_ 09/2011
_mmmhro_ 09/2009

5

Sonntag, 28. Januar 2018, 14:15

Als wärst Du bei uns zuhause gewesen... Hier auch: Pärchen, 4 Jahre. Bislang traute Zweisamkeit, seit zwei Monaten nörgeln, streiten, motzen. Er will mit Mama Autos spielen, Sie Baby. Ich werde wahnsinnig! _bsssssss_ Ich habe mir gerade mal den Ratgeber von Adele Faber bestellt, danke für den Tipp sm_daumen

6

Sonntag, 28. Januar 2018, 14:43

Ich finde es am wichtigsten, dass man jedes Kind so sein lässt, wie es ist. Das betrifft auch die Unterschiede und Zwistigkeiten. Ich bin zwar kein Zwilling, aber Geschwisterkrach war in meiner Kindheit an der Tagesordnung und dann hieß es oft:
"Spielt doch mal was zusammen!"
"Dein Bruder möchte sooo gerne mit dir spielen, spiel doch mal mit ihm und nicht nur alleine!"
"Verkriech dich doch nicht immer nur mit deinem Bastelzeug!"

Ich bekam das Gefühl vermittelt, dass ich etwas FALSCH mache, wenn ich mich zurückziehe und dies und jenes nicht spielen möchte. Das finde ich ziemlich schlimm. Man sollte die Kinder so lassen, wie sie sind (natürlich innerhalb der Grenzen vernünftiger Erziehung ;)) und nicht versuchen, ein Kind so umzukrempeln, dass es zum andern passt. Darum bemühe ich mich bei meinen eigenen Kindern auch ganz besonders.
Worte können nicht ausdrücken die Freude über neues Leben.

sm_sp2 sm_sp1 * 03/2015

Mariama

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7

Montag, 29. Januar 2018, 21:37

Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil bei uns ist es genau anders herum. Bis sie vier waren, gab es ziemlich viel Krach und Hickhack,auch mit viel Hauen und Beißen etc. Seit einiger Zeit geht's und sie spielen auch mal schön zusammen (aber keineswegs immer).

Meine beiden sind sehr unterschiedlich, schon als kleine Babys haben sie ganz verschiedene Dinge gespielt. Der eine hat z,B. wochenlang Türme gestapelt, die andere hat das nie interessiert, sie hat lieber was zerfetzelt oder gefädelt. Auf dem Spielplatz sind sie grundsätzlich in zwei verschiedene Richtungen gelaufen... _bsssssss_

Ich habe es immer gehasst, wenn jemand gesagt hat: hey, Zwillinge, voll super, dann haben die Kinder immer jemanden, mit dem sie spielen können! - Ich dachte dann immer: du meinst wohl, sie haben immer jemand, mit dem sie streiten können. sm_B
Ich denke, Geschwisterzoff ist - ( für uns Eltern: leider) - ganz normal und lässt sich kaum verhindern. Deine Beiden scheinen sich gerade in verschiedene Richtungen zu entwickeln, da ist es eigentlich klar, dass es auch mal kracht, bzw. dass einfach kein Zusammenspiel möglich ist. Es ist halt unser Idealbild, dass Geschwister (und Zwillinge noch mehr) in trauter Einigkeit zusammen spielen. Die Wirklichkeit ist leider ganz anders. _shouti_

Vielleicht müssen sich deine Kinder erst mal daran gewöhnen, auch mal was alleine zu spielen, wenn der andere gerade keine Lust darauf hat? Oder sie laden sich Freunde ein (wobei das dann vielleicht auch nicht immer deine Nerven schont _flöt_ )
Und Streiten lernen ist natürlich auch ein wichtiger Teil der Entwicklung (da haben meine beiden noch einen langen Weg vor sich...)...
Ich wünsche dir ganz ganz gute Nerven! Vielleicht kommen auch wieder Zeiten, wo die Interessen mehr zusammen gehen, aber man darf es halt nicht erwarten, denke ich.

flatrat

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8

Montag, 29. Januar 2018, 22:13

Man sollte die Kinder so lassen, wie sie sind (natürlich innerhalb der Grenzen vernünftiger Erziehung ;)) und nicht versuchen, ein Kind so umzukrempeln, dass es zum andern passt. Darum bemühe ich mich bei meinen eigenen Kindern auch ganz besonders.


Hallo Himbeertorte,
vielleicht war ich in meinen Formulierung nicht klar genug. Ich möchte meine beiden überhaupt nicht verändern. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn sie nicht die gleichen Interessen haben und nicht immer alles gemeinsam bzw. das Gleiche machen wollen. Was mich stört ist nicht die Divergenz, sondern dass sie sich nicht in Ruhe lassen können bzw. mich immer als Spielpartner bzw. Schiedsrichter hinzuziehen.

Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil bei uns ist es genau anders herum. Bis sie vier waren, gab es ziemlich viel Krach und Hickhack,auch mit viel Hauen und Beißen etc. Seit einiger Zeit geht's und sie spielen auch mal schön zusammen (aber keineswegs immer).


Wir hatten die Ruhe auch nur zwischen dem Alter von 3 und 4. Aber ich hatte mich irgendwie an das friedvolle Miteinander gewöhnt. Vor allem an den Luxus mal in Ruhe einen heißen Tee trinken zu können, ohne permanent in Anspruch genommen zu sein.

Vielleicht müssen sich deine Kinder erst mal daran gewöhnen, auch mal was alleine zu spielen, wenn der andere gerade keine Lust darauf hat? Oder sie laden sich Freunde ein (wobei das dann vielleicht auch nicht immer deine Nerven schont _flöt_ )
Und Streiten lernen ist natürlich auch ein wichtiger Teil der Entwicklung (da haben meine beiden noch einen langen Weg vor sich...)...
Ich wünsche dir ganz ganz gute Nerven! Vielleicht kommen auch wieder Zeiten, wo die Interessen mehr zusammen gehen, aber man darf es halt nicht erwarten, denke ich.


Danke sehr. Gerade das Alleinspielen fällt beiden schwer. Sie können im Moment oft nicht mit und nicht ohne einander. Bisher war alleine spielen ja auch nicht notwendig.Wenn jetzt einer mal alleine beschäftigt ist, langweilt sich der andere und fängt an zu ärgern oder Quatsch zu machen.