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Beiträge: 2 456

Vorname: Kerstin

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41

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 13:19

Also ich unterschreibe Sonnes Beitrag auch komplett!

Es gibt ein schönes Buch von Herbert Renz-Polster und Gerald Hüther: "Wie Kinder heute wachsen: Natur als Entwicklungsraum. Ein neuer Blick auf das kindliche Lernen, Fühlen und Denken".

In dem wird genau das Phänomen, welches Sonne oben nennt, sehr ausführlich beschrieben. Menschen (und Kinder im besonderen Fall) lernen durch soziale Beziehungen und aus der Interaktion mit echten Lebewesen. Das liegt in der Natur des Menschen und so kann (erwiesenermassen - auch in dem Buch werden diverse Studien herangezogen) keine Fernsehsendung, kein Lernspiel und keine App den Kindern das Lernen durch Beziehung ersetzen. Es kann Lernen sicherlich unterstützen etc.
In dem Buch wird die digitale Technologie übrigens keineswegs verteufelt. Im Gegenteil, sie wird, genau wie von Vielen hier beschreiben, als wichtiger Teil unserer heutigen Welt gesehen, etwas was wir alle nutzen, nutzen sollen und dürfen. ABER - es wird auch klar gemacht, dass es in einer Welt die immer digitaler wird, einfach um so wichtiger wird, den Kindern noch reale Erfahrungen zu ermöglichen. Also letztendlich besser gemeinsam mit den Kindern den Mähdrescher in action auf dem Feld anschauen, mit dem Bauern sprechen usw. als sie es im Fernsehen angucken oder durch eine App steuern lassen. Was nicht heisst, dass man das nicht auch machen kann und soll und sicherlich auch was hängen bleibt. Aber eventuell ist es eben heute besonders wichtig, in einer Welt die so sehr durch Konsumieren digitaler Inhalte bestimmt wird, vermehrt ein Augenmerk auf nicht-digitale Inhalte zu legen, weil sie unseren Kindern eben wichtige Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die trotz alles Technik eben doch noch wichtig sind und wahrscheinlich auch noch wichtig bleiben.

Und sicher ist das eine Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss.
Lieber Gruss

K
------
*July 2012
AlternaTickers - Cool, free Web tickers

42

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 13:34

Das liegt in der Natur des Menschen und so kann (erwiesenermassen - auch in dem Buch werden diverse Studien herangezogen) keine Fernsehsendung, kein Lernspiel und keine App den Kindern das Lernen durch Beziehung ersetzen.

Das will ja auch keiner.

Der_Eisbaer

Gelegenheitsposter

Beiträge: 95

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43

Mittwoch, 20. Dezember 2017, 19:52

Die Gefahr bei Tablets, Smartphones, Playstation, PCs etc., kurz: interaktiven Medien ist meines Erachtens nach das allzuleichte Erfahren von Selbstwirksamkeit.

In interaktiven Medien ist es sehr leicht, eine Wirkung zu erzielen: Wetter abrufen, Nachrichten gucken, Spielzeug bewundern, Filme / Serien gucken, Spiele spielen... you name it.

Nichts davon ist irgendwie anstrengend oder fordernd, es ist im Gegenteil alles nur einen Mausklick entfernt.

In der "echten Welt" dagegen muss man sich anstrengen, um Selbstwirksamkeit zu erfahren.

Genau aus diesem Grunde halte ich das zur Verfügung stellen des Zugangs zu interaktiven Medien mit vier Jahren für viel, viel zu früh: In diesem Alter fehlen noch die "geistigen Muskeln", die man braucht, um Anstrengung zu ertragen, und die sich nur bei hinreichend Widerstand ausbilden können.

Interaktive Medien bieten gerade keinen Widerstand und haben deshalb meiner Meinung nach in diesem Alter nichts verloren.
Meine beiden kleinen Söhne: Alexander und Christian, geboren am 20. Mai 2013
Der kleine Bruder: Markus, geboren am 29. August 2015


Audiatur et altera pars

44

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 07:51

Oh ja!
Da ist viel Wahres dran... ich beobachte es bei den Jungs meines Freundes, die meiner Meinung nach zu früh zu viel Zugang hatten. Genau das Fehlen von Selbstwirksamkeit im reellen Leben ist ein riesengroßes Problem bei beiden und daraus resultierend eine starke Unsicherheit. Sowie eine sehr geringe Anstrengungsbereitschaft... bei beiden Kindern von den Lehrern attestiert.
Natürlich kann das auch andere Ursachen haben, aber insbesondere der Große ist schon recht deutlich auf Computer fixiert. Und holt sich seine erfolgserlebnisse auch bei computerspielen. Da kann man ja Level wählen und neustarten ;)

Ich bin deswegen nicht dagegen, dass auch 4-jährige mal 5 minuten aufm Tablett rumtatschen, aber ich denke, speziell, wenn ihnen das Gerät gehört, dann kommt man sehr schnell in die Falle, das Kind mal eben noch 15 min "ruhig zu stellen". Das ist auch nachvollziehbar und hat erst einmal nichts mit vernachlässigung zu tun. Auch die kids meines Freundes waren nicht verwahrlost und sich selbst überlassen. ;) sondern da war der ansatz ebenfalls, sie früh mit medien zu versorgen, da das die zukunft ist.

45

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 11:35

Der Beitrag vom Eisbär spricht mir aus der Seele. sm_daumen

Kleines Offtopic: kennt jemand von Euch die Kurzgeschichte von Isaac Asimov (The fun they had, hier im englischen Original)? Haben wir damals in der Schule gelesen und sie ist eine der wenigen, die mir in Erinnerung geblieben ist...


46

Dienstag, 2. Januar 2018, 10:32

Hallo zusammen, so, unsere Kinder (7 Jahre alt) haben nun die Tablets von Amazon Fire Kids Edition in 8" Größe. Anfangs kamen sie kaum damit klar, ständig fragten sie mich, was sie wo machen können. Doch nun nach einer Woche konnen sie prima damit umgehen. Sie laden sich kostenlose Spiele runter, machen viele Fotos, schauen ihre Lieblingssendung Dragons usw.

Aber: Man muss es wirklich reglementieren. Auch zeitlich. D<as kann man gut einstellen. Die Tablets kommen natürlich nicht an die Performance von meinem iPad Pro dran, kosteten aber auch nur 90 Euro/Stück. Im Moment ist es ihr Lieblingsspielzeug, mal sehen, ob das so bleibt.

Die Playstation Pro wurd auch gerne bespielt bzw zugeguckt. Irgendwie fahren sie drauf ab, wenn ich durch so ein Jump'n Run Spiel jage. Die Steuerung über den Controller ist noch zu komplex.

Fazit: Tablets sind ok für Kids, aber ich glaube mit 4 Jahren noch nicht so richtig zu bedienen.

47

Dienstag, 2. Januar 2018, 16:36

Zitat

Die Steuerung über den Controller ist noch zu komplex.


Ich würd das "noch" ganz doll unterstreichen... das haben die bald drauf. Grins.

48

Dienstag, 2. Januar 2018, 16:49

Zitat

Die Steuerung über den Controller ist noch zu komplex.


Ich würd das "noch" ganz doll unterstreichen... das haben die bald drauf. Grins.

Ja, würde mich freuen. Im Moment ist es so, dass z.B. mein Sohn bei nem bestimmten Level nicht weiterkommt, weil er springen, treten und lenken gleichzeitig muss. Also drei Aktionen auf einmal. Das ist schon tricky. Dann helfe ich ihm noch. Meiner Tochter hatte ich extra das Spiel Ostwind (so ein Pferdespiel) gekauft. Noch hat sie daran aber kein Interesse.

Ich bin mal gespannt auf geute Abend. Heute hatte mein Sohn nämlich Besuch von seinem Buddy. Und die haben 100 pro die neuen Dinger ausprobiert.

49

Dienstag, 2. Januar 2018, 23:44

Von der Bedienung her kann ich die Amazon Fire Kids aber auch an 4 1/2 empfehlen. Unsere haben sie seit letztem Sommer und kommen super damit zurecht. Bei uns gibt es aber sehr klare zeitliche Regelungen was die Nutzung betrifft, denn sonst würde es hier auch sicher sehr exzessiv genutzt. Bei uns ist eins übrigens zwischen den Weihnachtstagen kaputt gegangen (ging nicht mehr an). Ein kurzes Telefonat mit dem Kundenservice und schon war ein neues hier. Zitat des Kundenberaters: "Nein sie müssen nur das Problem nicht erklären, selbst wenn ihr Sohn mit dem Vorschlaghammer draufgehauen hat, sie bekommen ein neues von uns!"

das fand ich schon beeindruckend sm_daumen
Lilypie Fourth Birthday tickers
  • Daniel _mmmhbl_ + Robin _mmmhbl_geboren am 25.10. in Woche 31 + 2

50

Mittwoch, 3. Januar 2018, 02:08

Sorry, doch jetzt muss ich zumindest auch noch etwas zum Thema "Tablet" schreiben. Was ich überhaupt nicht verstehe, dass die
Kinder ein Geschenk bekommen und dann aber reguliert werden, wie oft und wie lange sie damit spielen dürfen 8_h

Was ich sehr verwirrend finde, dass diese Regel sicherlich nur für dieses Spielzeug gilt...? Mit allen anderen Spielsachen dürfen sie wahrscheinlich so lange und so oft spielen wie sie wollen...oder?

Warum schenke ich meinem Kind etwas, dass es dann nicht so benutzen darf, wie es das möchte? Was für Ängste verbergen sich dahinter? Auch ein Tablet wird irgendwann uninteressant, allerdings wird das länger dauern, je mehr der Gebrauch eingeschränkt wird...

Und dann frage ich mich noch, wenn ich als Eltern doch eigentlich nicht will, dass mein Kind mit so einem Teil spielt, warum schenke ich es dann erst? Wieso tue ich mir selbst diesen Stress an?

Zu Weihnachten hat mein einer Enkelzwerg auch so ein Tablet bekommen und endlich muss er sich nicht mehr über das langsame Teil von meinem Mann ärgern :-)

Und selbstverständlich darf er so oft wie er will damit spielen...Niemand würde hier auf die Idee kommen, den Gebrauch einzuschränken, das würde sich mein Enkel auch überhaupt nicht gefallen lassen...Doch da der Reiz nicht so übermäßig groß ist, liegt es auch viel ungenutzt herum und das jetzt schon, nach knapp einer Woche. Mein anderer Enkelzwerg hat kein Interesse daran, er hat sich eine Lego-Eisenbahn gewünscht.

Mein Gefühl ist, - und bitte meinen Beitrag nicht als einen "Angriff" missverstehen, sondern wirklich als Verwunderung - dass sich eher Glaubenssätze hinter so einer "Erziehungsmaßnahme" verbergen. Was ich auch verstehen kann, weil so ein Hype um diese neue Technik gemacht wird und noch niemand wissen kann, wie sich diese Geräte auf die kindlichen Gehirne auswirken. Doch was können Gehirnforscher wirklich entdecken: das im Gehirn bestimmte Areale aufblinken, aber nicht, welche psychischen Auswirkungen dieses Aufblinken bewirkt? In diesem Zusammenhang wird auch gerne vom "Christbaum-Effekt gesprochen. Die bunten Bilder der Tommogramme müssen für "Nicht-Fachleute" ziemlich beeindruckend sein. Neuro-Marketing-Firmen suggerieren mit den MRT könnte jetzt herausgefunden, mit welchen Werbe-Slogan eine Firma den größten Erfolg haben könnte. Doch das ist Bullshit und völlig unrealistisch!

Na klar, verändert sich das Gehirn, doch das verändert sich ständig, auch alte Gehirne verändern sich noch, wenn sie etwas Neues mit Begeisterung aufnehmen...

Also, wenn Manfred Spitzer behauptet, die neuen Medien würden unsere Kinder verdummen, dann redet er wirklich unglaublichen Blödsinn...sorry!
Kinder können vereinsamen, wenn ihr einziges Gegenüber der Computer ist, doch das liegt nicht am Computer, sondern eher an mangelnden Beziehungsangeboten und davon bekommen doch die Kinder, deren Eltern hier schreiben, mehr als genug!
Hier noch ein Gespräch mit Line Fuchs und Gerald Hüther zum Thema "Medien":
https://www.youtube.com/watch?v=xC4NZzX1WFE&t=1426s
Leider ist die Qualität nicht besonders gut, doch die Antworten von Hüther finde ich wirklich gut!

Ach so und vielleicht noch zum Schluss: Mein Sohn hat mit 6 Jahren einen Nintendo bekommen, die sind damals gerade auf den Markt gekommen. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, ihn damit einzuschränken...Klar war das einige Wochen der absolute Hit. Wenn er mal nicht im Gebrauch war, habe ich mir das Teil geschnappt und bis zum Abwinken Tetris gespielt:
https://www.youtube.com/watch?v=oYto8hKZpSY _cooli_
Seit Februar 2013 Omi von unserem JoKo/Duo

51

Mittwoch, 3. Januar 2018, 07:56

Zitat

Doch da der Reiz nicht so übermäßig groß ist, liegt es auch viel ungenutzt herum und das jetzt schon, nach knapp einer Woche.


Das funktioniert aber nicht bei allen kindern! Die jungs meines Freundes brauchen eine feste Reglementierung, ansonsten drehen die ab! Die finden keine langweile irgendwann daran, die können 24/7 spielen, wenn man sie lässt...und sind dann unausgeglichen, weil ihnen die bewegung fehlt und werden aggressiv. Die vergessen auch alles um sich herum... die fangen an zu schreien, wenn es essen geben soll, weil sie noch spielen wollen, die machen terror, wenn man einen ausflug machen will, sie fangen an, wenn sie dann doch was anderes spielen wollen, dass kaputt zu treten, weil in real life eben nicht alles funktioniert, sie kriegen ne krise, wenn sie sich mal gestoßen haben etc. Und das sind nicht die einzigen...auch eine freundin hat ein kind, was so ist...das andere kind von ihr ist völlig anders. wenn es bei dir trotzdem funktioniert, dass das kind viel bewegung hat, sich viel mit freunden trifft, nicht seine schule vernachlässigt, nicht sein verhalten total scheiße wird usw., dann hast du vielleicht auch glück. aber das ist nicht generell so.

Und zumindestens was die bewegungsarmut angeht, wird ein zusammenhang gesehen, was ja nun kein wunder ist... zeit kann halt eben nur einmal "verbraucht" werden.

Bei uns haben sich viele probleme radikal reduziert, nachdem es feste verbindliche regeln für die mediennutzung gab. Die ist immer noch großzügig und wir sehen medien allgemein...die kids dürfen selbst entscheiden, ob sie in der zeit fern sehen oder computer spielen oder wii. Nur die PS3 ist davon ausgenommen, weils papas gerät im wohnzimmer ist, da sind sie auf papas einverständnis angewiesen

52

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:37

Ich hatte ja zwischen den Tagen Urlaub bis Montag, meine Frau musste arbeiten. Also war ich mit den Kids alleine zu Hause. Da haben wir schon ordentlich rumgezockt und geguckt. Gestern war der erste Tag, andem meine Frau Urlaub hatte und ich arbeiten musste. Tja, was passierte? Meine Frau ist im Umgang mit den Tablets nicht geübt (ich wollte ihr alles zeigen, keinen Bock). Mit der Folge, dass gestern der Haussegen schief lag. Die Kinder am schreien, meine Frau auch. Super.

Ich hab dann die Tablets so eingerichtet, dass sie unbegrenzt lesen, 1 h Videos gucken und 1 h Apps spielen dürfen. Die Tablets schalten sich um 20 Uhr ab und sind erst um 8 Uhr morgens wieder einsatzbereit. Den Kindern noch schnell erklärt, dass sie frei über diesen Nutzungszeitraum verfügen dürfen, darüber hinaus es aber nix gibt.

Auf heute Abend bin ich gespannt.

53

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:44

Ich mag an dieser Stelle mal kurz einwerfen, dass es durchaus so etwas wie „Computerspielsucht“ gibt.
Die Räuberjungs wurden im Juli 7 Jahre alt.
Räubertochter ist im August 2 geworden.

54

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:51

Nun gibt es doch aber tatsächlich Aktivitäten, die Suchtpotenzial haben. Von Puppe spielen, im Wald toben oder Memory ist das eher unbekannt, von TV, Computerspielen, Konsole schon.

Davon abgesehen...
Würde ich zu meinem Kind sagen, iss Schokolade bis sie Dir aus den Ohren kommt?
Oder trinke Cola, Kakao, Limo bis zum Erbrechen?
Schau TV bis Du umkippst?
Bleib so lange wach bis Du von selbst umfällst?

55

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:52

Ich mag an dieser Stelle mal kurz einwerfen, dass es durchaus so etwas wie „Computerspielsucht“ gibt.

Nee, das ist schon etwas anderes und mit dem hier Geschriebenen nicht vergleichbar.

Beiträge: 2 456

Vorname: Kerstin

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56

Mittwoch, 3. Januar 2018, 10:54

Sorry, doch jetzt muss ich zumindest auch noch etwas zum Thema "Tablet" schreiben. Was ich überhaupt nicht verstehe, dass die
Kinder ein Geschenk bekommen und dann aber reguliert werden, wie oft und wie lange sie damit spielen dürfen

Was ich sehr verwirrend finde, dass diese Regel sicherlich nur für dieses Spielzeug gilt...? Mit allen anderen Spielsachen dürfen sie wahrscheinlich so lange und so oft spielen wie sie wollen...oder?

Warum schenke ich meinem Kind etwas, dass es dann nicht so benutzen darf, wie es das möchte? Was für Ängste verbergen sich dahinter? Auch ein Tablet wird irgendwann uninteressant, allerdings wird das länger dauern, je mehr der Gebrauch eingeschränkt wird...

Und dann frage ich mich noch, wenn ich als Eltern doch eigentlich nicht will, dass mein Kind mit so einem Teil spielt, warum schenke ich es dann erst? Wieso tue ich mir selbst diesen Stress an?

Also da brennt es mir dann jetzt doch unter den Fingern ... Ehrlich??? Das halte ich ... um Deine eigene Wortwahl an dieser Stelle zu nutzen .. für absoluten "Bullshit"!! NATÜRLICH schränke ich (und wahrscheinlich die allermeisten) den Gebrauch von fast ALLEM ein (ob Geschenk oder nicht)! Die Hörspiele hören sie ZB nicht nachts, wenn die anderen schlafen wollen. Auch nicht während des gemeinsamen Essens. Am Esstisch wird zB überhaupt nicht gespielt. Auch nicht mit Puppen, Autos oder Büchern. Und während des Essens wird bei uns auch nicht ans Telefon gegangen.
Der Gebrauch eines Autos (oder das Führen von Maschinen) ist zB dann eingeschränkt, wenn man Alkohol getrunken hat oder unter Medikamenteneinfluss steht! Auch Süssigkeiten Konsum wird an einem bestimmten Punkt eingeschränkt. Sogar Rausgehen wird unter bestimmten Bedingungen untersagt (zb haben wir gerade Sturm! Echten Sturm - da gehen die Kinder nicht nach draussen). Ich könnte x weitereBeispiele anbringen, wo die Nutzung bestimmter Dinge / die Ausübung bestimmter Aktivitäten eingeschränkt werden. Entweder aus Rücksicht auf die Mitmenschen oder aus Selbstschutz. Und ein Tablet /Smartphone / Fernsehen gehört da einfach mal dazu. Mal abgeshen davon, dass es zumindest bei zu häufigem Gebrauch einfach schon zu gewissen Problemen kommen kann (Computersucht, eingeschränkte Bewegung, Augenprobleme).

Und selbstverständlich darf er so oft wie er will damit spielen...Niemand würde hier auf die Idee kommen, den Gebrauch einzuschränken, das würde sich mein Enkel auch überhaupt nicht gefallen lassen...

Er würde sich das nicht gefallen lassen? Nimmt er keine Rücksicht auf andere? Ist er Argumenten nicht zugänglich? Krass ..... 8_h
Lieber Gruss

K
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*July 2012
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57

Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:43

Ich kann den gesamten Post von Fraggles unterschreiben, aber insbesondere...


Schau TV bis Du umkippst?


Genau! Da sind sich eigentlich die meisten einig. Und irgendwie wissen wir alle, dass es zwar Kinder gibt, die fernsehen langweilig finden auf Dauer, dass aber ein durchaus beachtlicher Prozentsatz locker einige Stunden täglich davor verbringen könnte, wenn man sie ließe. Und dass das dann nicht mehr so sehr sozialverträglich und günstig fürs Kind ist, da sind sich die meisten einig. Bei Computer, wii, nintendo etc. ist das doch nix anderes. Alles für sich eine tolle Sache und man kann auch mal alle fünfe gerade sein lassen und ihnen gelegentlich mehr Zeit erlauben. Aber man kann nicht erwarten, dass ein Kind beispielsweise 5 Jahre wird und *klick* ist die Medienkompetenz da. Da es heutzutage etliches Mehr an Medien gibt, als vor 30 Jahren kann man durchaus auch etwas mehr medienkonsum erlauben, aber es sollte halt nicht ausufern. Der Tag verlängert sich ja nicht. Es bleiben 24 h. Die Biologie mit Schlafbedürfnis ist auch gleich. Und auch bei Kindern wirkt das blaue Licht bei elektronischen Medien, dass es aufputscht, sie brauchen also Zeit zwischen Medien und Schlafen, dass das Gehirn zur Ruhe kommt.

Aber genau deshalb würde ein kind bei mir persönlich auch keinen Fernseher als Geschenk kriegen. Ich mag Geschenke nicht zeitlich reglementieren, was also nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen darf, wird nicht als persönliches Geschenk für ein Kind angeschafft.

58

Mittwoch, 3. Januar 2018, 12:21

Ich mag an dieser Stelle mal kurz einwerfen, dass es durchaus so etwas wie „Computerspielsucht“ gibt.

Nee, das ist schon etwas anderes und mit dem hier Geschriebenen nicht vergleichbar.

Ich hab mich auch nicht auf dich bezogen, falls das so ankam...

Wer Spitzer doof findet, hier noch ein Interview mit Gerald Hüther:
http://www.lernwelt.at/downloads/interviewmitprofhuether.pdf

Ansonsten seh ich das wie Dorsch: es ist in aller Regel vergeudete Lebenszeit. Eine Stunde am Tag macht auch 7 Stunden pro Woche!
Die Räuberjungs wurden im Juli 7 Jahre alt.
Räubertochter ist im August 2 geworden.

59

Mittwoch, 3. Januar 2018, 12:26

Nach ich find's schade, dass das hier direkt wieder in so eine Glaubensdiskussion ausartet. Da habe ich ganz ehrlich keine Lust zu. Schade, dass man hier nicht einfach mal schöne Sachen und Erfahrungen teilen kann, sondern direkt wieder der erhobene Zeigefinger ala, ich verzieh aber viel besser als du ... kommt. Aber wie dem auch sei, jedem das seine.

Ich bin der Überzeugung, dass auch selbstregulation vorgelebt und erlernt werden muss und dies auch zum guten Umgang mit technischen Spielzeugen gehört. Unsere Jungs sind sehr geuebt für ihr Alter mit technischen Spielsachen und weit ab von einem Suchtverhalten was diese betrifft. Wir haben aber regelmäßig auch Kinder hier, die zu Hause noch nicht den Umgang gelernt haben und sich dann am liebsten nur mit den technischen Sachen beschäftigen. Mag sein, dass dies auch Vorteile hat, aber es ist nicht unser Weg.

Ich Klinke mich hier dann mal wieder aus, moraldiskussionen sind mir in meiner Freizeit zu anstrengend.

@Zwillingspapa: Viel Spaß deinen Kids, vielleicht können wir uns ja mal wann anders darüber austauschen!
Lilypie Fourth Birthday tickers
  • Daniel _mmmhbl_ + Robin _mmmhbl_geboren am 25.10. in Woche 31 + 2

60

Mittwoch, 3. Januar 2018, 12:38

Ich mag an dieser Stelle mal kurz einwerfen, dass es durchaus so etwas wie „Computerspielsucht“ gibt.

Nee, das ist schon etwas anderes und mit dem hier Geschriebenen nicht vergleichbar.

Ich hab mich auch nicht auf dich bezogen, falls das so ankam...

Wer Spitzer doof findet, hier noch ein Interview mit Gerald Hüther:
http://www.lernwelt.at/downloads/interviewmitprofhuether.pdf

Ansonsten seh ich das wie Dorsch: es ist in aller Regel vergeudete Lebenszeit. Eine Stunde am Tag macht auch 7 Stunden pro Woche!


Ähem...nee...da haben wir uns vielleicht mißverstanden. Computer und auch Computerspiele im richtigen Maß sehe ich nicht als vergeudete Lebenszeit. Dafür zocke ich selbst viel zu gern. Und wenn die Zeit wäre, könnte ich auch locker jeden Tag 5-6 h zocken, ohne Langeweile zu haben...allerdings mache ich auch gerne Sport, treff mich mit Freunden, habe andere Hobbys, normalerweise einen Arbeitstag und Haushalt wartet leider auch immer...damit wirds das nicht mit den 5-6 h. Leider :D

Dieses richtige Maß, dass Computerspiele zwar toll sind, aber nicht das wichtigste im Leben und alles in Balance sein sollte, müssen Kinder meiner Meinung nach aber noch lernen. Und das lernen sie nicht von alleine, sondern über sinnvolle Reglementierungen durch die Erwachsenen.

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