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21

Dienstag, 9. August 2016, 16:15

Liebe Chara,

dass du euren Sohn still gebären musstest tut mir sehr leid.

Ich habe keine Erfahrungen mit Kaiserschnitt. War sehr froh dass das bei uns nie nötig war. Wenngleich ich auch nachvollziehen kann wenn Mamas sich für einen Schnitt entscheiden.

Ich denke es ist sehr wichtig, dass ihr in deiner Situation in engem Kontakt mit Frauenarzt, Hebamme und Geburtsklinik entscheide. Nur Fachleute können die Risiken beurteilen - gerade im Hinblick auf die vorausgegangene Schwangerschaft und die möglichen Gründe für die stillen Geburt. Dass dein Mann sich mit Kaiserschnitt wohler fühlen würde ist nachvollziehbar. Ich kann aber auch deinen Wunsch nach einer Spontanentbindung gut nachvollziehen. Gerade weil die letzte Geburt für die ein sicherlich traumatisches Erlebnis war könnte das für dich wichtig sein.

Gerade bei Zwillingen ist es schon wichtig, sich auch mit der Möglichkeit Kaiserschnitt noch intensiver auseinanderzusetzen als in einer normalen Schwangerschaft. Auch um am Ende nicht zu enttäuscht zu sein. Du kannst mit deiner Geburtsklinik deine Wünsche bzgl. eines mögliche Kaiserschnitts besprechen. Z.B. auch, dass du die Kinder nach Möglichkeit gleich haben möchtest.

Ich wünsche dir für die kommenden Wochen alles erdenklich Gute!
Viele Grüße
Katharina

_mmmhro_ & _mmmhro_ 09/2011
_mmmhro_ 09/2009

pest+cholera

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22

Dienstag, 9. August 2016, 21:06

Hallo,
Ich hatte einen not-Ks unter Vollnarkose.
Ich hatte damit lange Probleme, weil alles so schnell ging, dass ich das gar nicht verarbeiten konnte, dann lagen die beiden noch auf der intensiven und dann noch im normalen kh. Damit kam ich gar nicht klar (sue kamen bei, hm, 34+4?)
Der Ks selbst hat mir aber keine Probleme gemacht. Ich hab sogar den Blasenkatheter gefeiert, weil ich so nicht aufstehen musste. Die Narbe ist gut verheilt, merke ich kaum was von, auch nie groß Schmerzen gehabt.
Wenn die Situation damals eine andere gewesen wäre, mit mehr Zeit und ohne Narkose und mit reiferen Kindern, dann wäre der Ks ne prima Sache.
Wenn ich nochmal schwanger sein sollte, dann wüsste ich nicht, was mir lieber wäre. Eigentlich würde ich das natürliche gern haben, aber wohl auch schnell auf Ks umschwenken um ne Narkose zu vermeiden. Denn bei der Geburt meiner Kinder war ich faktisch nicht dabei.
(Aber wie gesagt: Ks an sich ist nicht das Schlimmste, ich bin nach zwei Wochen mit dem Rad in die Klinik zu den Kindern gefahren )

23

Dienstag, 9. August 2016, 21:28

Der Tod unseres zweiten Sohnes hatte nichts mit der Geburt zu tun. Sein Herz hörte bei 37+0 einfach auf zu schlagen. Niemand weiß so genau warum. Aber genau das macht diese schwangerschaft nicht gerade einfach.
Es wurden winzige Veränderungen an der Plazenta gefunden und diese entstanden wohl durch eine Gerinnungsstörung wegen der ich jetzt Blutverdünner spritze und schlucke. Aber die meisten Ärzte glauben nicht das es der Grund für die stille Geburt war. Plötzlicher Tod im Mutterleib, stand im Obduktionsbericht oder eben die Möglichkeit akutes versagen der Plazenta.
Es war, nein, es ist noch immer sehr schlimm, aber mit der geburt an sich hatte es nichts zu tun.

Über die Blutverdünner mache ich mir auch gedanken. Denn 12 Stunden nach einnahme der Medikamente darf keine PDA gemacht werden. In dieser Zeit würde ich bei einem Notkaiserschnitt dann immer eine Vollnarkose bekommen. Wenn man einen Kaiserschnitt von vornherein planen würde, könnte man das eben auch mit einplanen.

Bei den bisherigen zwei Geburten war ich in einem etwas alternativeren Krankenhaus. Dort habe ich mich sehr wohl gefühlt. Allerdings haben wir in der Stadt auch eine Klinik mit Perinatalzentrum Level 1.
Was ich will ist so schwierig. Denn vom Gefühl her hätte ich es gern wieder so schön und aufgehoben wie meine Geburten bisher waren. Das ist so der Wohlfühlgedanke. Dann kommt der Wunsch nach Sicherheit und dann kommts doch wieder auf, lieber einen frühen Kaiserschnitt und das in der Klinik und nicht im kleinen gemütlichen Krankenhaus.
Aber klar, es wird seinen Weg gehen. Aber ich horche euch eben jetzt schon ein wenig aus um mich auf alles gedanklich vorzubereiten.

24

Dienstag, 9. August 2016, 21:31

Wann habtihr euch in den Kljniken vorgestellt um alles zu besprechen? Bei den vorherigen Schwangerschaften war ich glaube ich 3-4 Wochen vor Termin rum dort zum Anmeldegespräch. War das dann das Anmeldegespröch oder nochmal anders?
Im einen Krankenhaus gibt es eine Hebammensprechstunde. Wäre diese auch für sowas gut?

Merry79

*...*

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25

Dienstag, 9. August 2016, 22:02

Hallo,

wie traurig, dass Du Deinen Sohn still gebären musstest!!!

Ich kann gut verstehen, dass ihr euch Gedanken macht und dass Dein Mann dann lieber einen KS hätte, liegt auch nahe.

Ich würde auch empfehlen, dass ihr euch da gut mit Deinem Frauenarzt, mit Deiner Hebamme und mit den Ärzten im von euch gewünschten Krankenhaus besprecht, eure Ängste nennt und auch noch einmal aufarbeitet - soweit möglich - was die Gründe für die damals stille Geburt waren. Es muss bei dieser Schwangerschaft ja nicht das gleiche Risiko bestehen und die Fachleute können euch am besten beraten und auch Ängste nehmen.

In jedem Fall kann ich euch auch nur raten, euch gut mit dem Thema Kaiserschnitt zu befassen, das als mögliche Form der Entbindung im Kopf zu behalten, denn es kann bei Zwillingen einfach dazu kommen. Das sollte euch/Dir bewusst sein, dann ist vielleicht nachher die Enttäuschung nicht da oder geringer, wenn es keine spontane Entbindung wird.

Ich hatte bei den Zwillingen einen KS, weil sie beim Blasensprung, einer in SL, der andere in QL lagen. Mein Mann und ich haben uns dann nach Absprache mit den Ärzten entschieden, die spontane Variante gar nicht zu versuchen. Bei den Eineiigen war uns das Risiko zu hoch. Sie kamen bei 36+0 und ich hatte sie nach dem Zunähen eine knappe 3/4 Stunde nach der Entbindung auf der Brust und sie haben dann auch gleich gut und kräftig getrunken. Ich habe sie noch im OP kurz gesehen und wusste dann, dass mein Mann bei ihnen ist. Es war alles gut. Die KS-Nachwirkungen habe ich auch etwa zwei Wochen noch deutlich gespürt, es wurde aber schnell immer besser und nach vier Wochen hatte ich das erste Mal auch einen im Tragetuch.

Ich bin dankbar, dass es den KS gibt und dass alles so gut gegangen ist. Nichtsdestotrotz ist ein KS eine große Bauch-OP, die auch Risiken birgt. Eine Freundin hatte bei ihrer zweiten Schwangerschaft einen Wunsch-KS in Erwägung gezogen, weil sie so die Betreuung des älteren Geschwisterkindes besser hätte regeln können. Sie wurde aber von ihrem Mann, selbst Arzt, ganz vehement davon abgebracht, eben weil es Risiken gibt, die man nicht unnötig eingehen muss. Wenn es spontan nicht geht, aus welchen Gründen auch immer, gut. Irgendwie müssen die Kinder ja raus, aber es ist und bleibt ein größeres Risiko als eine normale Entbindung auch für evtl. folgende Schwangerschaften und Entbindungen.

Zur Anmeldung im Krankenhaus war ich, glaube ich, 8 Wochen vor Termin, einfach um sicher zu gehen. Wir haben uns bewusst für ein Perinatalzentrum Level 1 entschieden, weil wir die Kinder im Falle des Falles gleich gut aufgehoben gewusst haben wollten.
Die Hebammensprechstunde ist sicherlich ein guter Anlaufpunkt für euch, um eure Gedanken und Ängste zu besprechen. Bei uns war dann auch noch ein Termin mit einem Arzt dabei.

Informiert euch gut, wägt ab, was euch wichtig ist und entscheidet dann auch nach dem Bauch: Wo ihr euch/ wo Du Dich zur Entbindung wohl fühlst.

Ich drücke Dir die Daumen für die weitere Schwangerschaft und für die Geburt! _daumdrück_


Geboren am 20.05.2013 bei 36+0 per KS



Spontan entbunden am 29.08.2015 bei 40+8

Sid

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26

Dienstag, 9. August 2016, 22:16

Hallo,
Ich bin um die 28. Woche rum zum ersten Mal in die Klinik, in der ich entbinden wollte um mich vorzustellen, Plan war, mich dann abwechselnd in der Klinik/ bei meiner Gyn kontrollieren zu lassen bis die Kinder geboren werden. Das fand ich sehr gut, denn hätte ich plötzlich einen Blasensprung gehabt wäre ich in der Klinik schon " bekannt" gewesen und das fand ich sehr beruhigend. Bei mir hat sich relativ spät der führende Zwilling in BEL gedreht, Fuß stand in meinem Becken, Spontangeburt ade. In der 38. Woche wurden meine Beiden, gemessen Beide mit mehr als drei Kilo und jeweils über 50cm geholt. Ich hatte keine einzige Wehe, auch keine Übungs- oder Senkwehen, keinen Blasensprung und am Tag der Geburt einen absolut verschlossenen Muttermund.
Der KS war, obwohl ich mehr als kritisch eingestellt war und erst mit der Entscheidung eine Woche vorher begann, mich mit KS zu versöhnen, absolut in Ordnung und ich kann nur positives berichten. Alle Hebammen, Ärzte, Anästhesisten waren super, einfühlsam und sehr liebevoll zu mir, meinem Mann und meinen Neugeborenen Kindern. Mir wurde angeboten die Kinder auf die nackte Brust zu nehmen, mein Mann begleitete die Kinderärzte zur Erstversorgung und musste keine Sekunde den Raum verlassen. Natürlich, es gab keine Probleme, Beide waren topfit, keine Schwierigkeiten und keine medizinische Versorgung notwendig. Das ist großes Glück.
Meine Narbe ist ein Schatten, keinerlei Probleme, ich habe Beide voll gestillt und das von Beginn an Problemlos. Ich bin 24h nach KS alleine duschen gewesen und ab da auf den Beinen, niemand Fremdes hat meine Kinder versorgen müssen, niemand hat uns gestört oder wäre, aufgrund des KS, in dieser sensiblen Kennenlernphase bei uns hereingeplatzt.
Mach' dir keine Sorgen, wenn es KS wird, hast du genausoviele Chancen auf einen wunderschönen Start wie mit einer natürlichen Geburt. Und lass' dir da auch nichts anderes einreden. Selbst der leiseste Unterton in diesem Thema von Menschen, die den KS als Geburtsform herabsetzen, ist eine Unverschämtheit.
Ich wünsche euch von Herzen alles Gute.
sm_sp2 Zu viert seit August 2014 sm_sp1

hexe82

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Beiträge: 1 414

Vorname: Steffi

Wohnort: Südniedersachsen

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27

Dienstag, 9. August 2016, 22:47

Ja klar ist die Hebammensprechstunde dafür da. Wir hatten uns erst in der Uniklinik mit Perinatalzenrum vorgestellt wg. anderer Diagnosen in der SS schon 20. SSW, da sie aber dann BEL nicht normal entbinden wollten und wir bei der Entbindung unserer Mittleren schon nicht zufrieden waren, haben wir uns 38+0 noch im kleineren KH vorgestellt. (2 Min. von der Uni weg). Wie oben geschrieben platzte dann 38+1 die Fruchtblase...
LG Steffi
mit Großem Sohn 05/07 (41+3 spontan 3030g 50cm)
Kleiner Tochter 10/10 (41+4 spontan 3060g 50cm)
und unseren Zwillingsmädchen 03/15 (38+1 sek. KS BEL 2590g 50cm + Quer 2770g 51cm)

28

Mittwoch, 10. August 2016, 19:32

Hallo,
ich habe mir jetzt nicht alles durchgelesen was schon geschrieben wurde.
Bei mir war es so das ein Kaiserschnitt geplant wurde weil der führende Zwilling leichter und kleiner war wie der zweite und aufgrund dessen wurde mir gesagt wäre ein Kaiserschnitt besser, weil die Wehen beim zweiten Kind nicht mehr stark genug sind und das erste Kind für das zweite den Weg frei machen muss. Das ist schwer möglich wenn das erste Kind leichter und kleiner ist.
Aber ich weiß auch das eine natürliche Geburt bei Zwillingen möglich ist, meine Freundin hat ihre Zwillinge auf natürlichem weg bekommen und sie hatte da schon 2 Kinder.
So dann war es so das es doch noch eine Notsectio wurde, weil die Herztöne meines einen abgefallen sind. Wir hatten es eigentlich so geplant das mein Mann mit in den OP kommt und dann mit den Kindern raus geht.
Naja letztendlich war mein Mann nicht früh genug im Krankenhaus und konnte nicht mit in den OP, er konnte aber nach kurzer Wartezeit sofort zu den Kindern.
Im Nachhinein war ich froh darum, denn mir ging es gar nicht gut, und ich glaube das er den OP nicht verlassen hätte mit den Kindern, so war es aber schön das er bei ihnen war.
Ich habe meine beiden leider gar nicht gesehen, das ist aber ein anderes Thema, da ist einiges schief gelaufen was mir fast 5 Jahre danach immer noch zu schaffen macht.
Meine beiden sind dann auf die Neonatologie gekommen und ich war in den ersten Tagen nicht in der lage mich um die beiden alleine zu kümmern. Wir lagen auch nicht auf einem Zimmer. Ich habe dann sofort angefangen ab zu pumpen, es war schon hart, weil erst fast gar nichts kommen wollte, aber ich wurde sehr unterstützt durch die Krankenschwestern nicht auf zu geben und das es besser werden würde und das ist es auch. Meine Kinder haben die Muttermilch dann immer bekommen. Ich durfte sie noch nicht stillen, weil die beiden nicht gut zugenommen haben und der Muttermilch noch Kalorien zugesetzt wurden.
Nach einer Woche durfte ich die beiden dann stillen (mit wiegen vorher und nachher) und es hat von anfang an super geklappt, ich habe die beiden 6 Monate voll gestillt und dann mit Beikost angefangen als sie 8 Monate alt waren habe ich sie komplett abgestillt.
Erst habe ich die beiden nacheinander gestillt, aber das war sehr zeitaufwendig, ich habe insgesamt fast 2 Stunden gebraucht, ich wollte aber nicht gleichzeitig stillen, weil ich die Zeit mit dem jeweiligen Kind genießen wollte. Naja an einem Tag wurde der eine nicht fertig und der andere schrie vor Hunger, da habe ich es dann einfach doch gleichzeitig gemacht und es war wundervoll. Ich habe es ab da nur noch gleichzeitig gemacht und wir waren nach ca.20 Minuten fertig. Ich habe die Zeit viel mehr genossen, weil beide am trinken waren und ich während des stillens nicht noch einen bespaßen musste. Die beiden scheinen es auch sehr genossen zu haben, sie haben dabei sehr oft Händchen gehalten.
Ich hoffe das ich dir ein bißchen weiterhelfen konnte.
Liebe Grüße Kathrin
Wenn ich nur klein schreibe muss ich mit der anderen Hand die Kinder davon abhalten mitzutippen. SORRY!
sm_zb
E. und J. September/2011 (34+3ssw) 2520g und 2830g






29

Donnerstag, 11. August 2016, 15:49

Bei uns war es auch ein Kaiserschnitt. Irgendwie konnte ich mich mit dem Gedanken an eine normale Geburt nicht so ganz anfreunden. Bei einem Kollegen von meinem Mann kam der erste Zwilling normal, der zweite dann per Kaiserschnitt weil die Herztöne plötzlich schlechter wurden. Bei meiner Freundin wurde es beim ersten Kind nach Einleitung und 40 Stunden Wehen dann am Ende auch ein Kaiserschnitt. Davor hatte ich irgendwie Angst. Hatte letztendlich aber eh keine Wahl, da der Junge zwar fast vier Monate lang schön in SL im Becken gelegen hat, aber das Mädchen hat es sich die letzten 10 Wochen quer zwischen den Rippen bequem gemacht und sich da auch nicht mehr weg bewegt. Der Kaiserschnitt war dann für 37+4 geplant. Wir hatten uns nicht für die Frauenklinik entschieden, sondern für ein Krankenhaus ohne Perinatalzentrum, da es uns bei der Besichtigung einfach besser gefallen hat. Zwillingsgeburten sind dann allerdings schon ein Highlight, dementsprechend gut besucht war der OP dann auch von Studenten und Ärzten. Hat uns aber nicht weiter gestört. Von der Spinalanästesie und dem Kaiserschnitt selbst habe ich nicht viel mitbekommen, war nur überrascht wie schnell die Kinder dann da waren. Ich konnte sie kurz sehen und nach der ersten kurzen Untersuchung hatte ich dann einen auf der Brust und mein Mann den zweiten auf dem Arm. Bis dahin lief alles super. Im Aufwachraum, wo ich dann mit Mann und Kindern noch zur Beobachtung war, hat sich allerdings nach zwei Stunden gezeigt, dass sich die Gebärmutter nicht richtig wieder zusammen zieht und ich relativ viel Blut verloren habe. Dadurch musste ich dann die erste Nacht ohne Kinder auf der Intensivstation verbringen. War zwar ein bisschen blöd gelaufen und hatte ich vorher nicht mit eingeplant, aber Hauptsache die Kinder waren topfit. Nach zwei Wochen musste ich noch einmal zur Ausschabung hin, weil die eine Plazenta so verwachsen war, dass sie beim Kaiserschnitt wohl nicht ganz raus ging. Lief auch wieder nicht ganz glatt, aber egal... Die Schmerzen waren zwar beim bewegen am Anfang etwas unangenehm, aber erträglich und Schmerzmittel habe ich auch so gut wie nicht bekommen. Mit der Narbe hatte ich hinterher auch nie Probleme und man sieht sie kaum. Mein Kollege hat vor vier Wochen Zwillinge bekommen und war in der Frauenklinik. Da ging es zwar der Mutter gut, dafür waren beide Kinder eine Woche lang auf der Kinderstation. Auch wenn bei mir nicht alles rund lief und ich die Komplikationen so im voraus überhaupt nicht mit eingeplant hatte, würde ich mich wahrscheinlich trotzdem wieder für einen Kaiserschnitt entscheiden, da ich vor einer normalen Geburt irgendwie noch mehr Angst habe.

Ich denke, alles kann man im voraus eh nicht planen und bei einer Geburt müsst ihr es in einem gewissen Maße auf euch zukommen lassen. Aber ihr solltet euch als Paar schon mal überlegen was euch am liebsten wäre so weit wie ihr es beeinflussen könnt bzw. so weit wie ihr mitentscheiden könnt und euch dann mit den Ärzten und Hebammen besprechen. Ich wünsche dir für die weitere Schwangerschaft alles Gute.

30

Donnerstag, 11. August 2016, 17:40

Danke :-)

Wie erkenne ich denn ein Zwillingserfahrenes Krankenhaus?
Wir haben hier drei Krankenhäuser zur Auswahl, eins mit Prerinatalzentrum. Warscheinlich gehen dort schon am ehesten die Zwillingsschwangeren hin?

Dalkey

Stammkunde

Beiträge: 266

Vorname: Petra

Wohnort: Hamburg

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31

Donnerstag, 11. August 2016, 19:26

Die meisten Klinken haben eine Webseite, wenn sie eine Neointensiv haben, dann sind sie in der Regel auf Zwillingsschwangerschaften spezialisiert. Steht dann auch oft auf der Webseite bieten spezielle Zwillingssprechstunde an.

Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall ein Krankenhaus auswählen, was eine Neo hat. Meine Freundin ist in ein Krankenhaus ohne Neo gegangen (war auch eine Einlingsschwangerschaft) und wurde dann von Ihrem Kind getrennt, weil es eine Lungenentzüdung hatte. Sie musste sich dann selbst entlassen, dass sie möglicst schnell Ihr Baby wieder sehen kann. Wollte auch eine natürlich Geburt haben und am eine gab es einen Notkaiserschnitt.

Ich hatte selbst einen geplanten Kaiserschnitt. Die Kinder lagen beide mit dem Kopf nach oben. Mir kam es etwas merkwürdig vor Ihren Geburtstag festzulegen, aber letzt endlich haben sie Ihen sich doch selbst aus gesucht, weil die Fruchtblase frühzeitig geplatzt ist. Da die Kinder erst in der 34. Woche waren kamen sie automatisch auf die Neo. Aber ich könnte mich wenigstens Tag und Nacht vorbei bringen lassen. Mich hat die OP ganz schön ausgenockt und es hat gedauert bis ich mich um meine Kinder kümmern könnte. Mein Mann war bei der OP dabei und durfte dann auch zu Ihnen nachdem die Ärzte die Kinder untersucht hatten. Wir hatten ein Familienzimmer, so dass er die ersten Tage komplett im Krankenhaus bleiben könnten und er sich viel um die Kinder gekümmert. Ich hatte erst mal einen Kreislaufkollaps etc. ich denke wie man einen Kaiserschnitt verträgt ist wohl individuell.

Ich habe Anfangs von einer Wassergeburt geträumt. Mit Zwillingen macht das kein Krankenhaus. Du musst das ja jetzt noch nicht entscheiden.

Anfangs bin ich von einer normaler Geburt ausgegangen, bis sich mein Sohn gedreht hat. Das sie mir die Kinder nicht auf die Brust gelegt haben, darüber war ich lange traurig, aber ich denke das kann bei einer normaler Geburt auch passieren kann.

Ich trauere der normaler Geburt nicht hinterher. Meine Narbe ist sehr gut verheilt und man sieht sie kaum. Mich von der OP zu erholen hat gedauert, aber das lag vielleicht auch daran, dass ich vorher so viele Wochen liegen musste.

Ich wünsche Dir eine schöne Schwangerschaft und das du möglichst weit kommst. Deinen Mann kann ich schon verstehen, aber am Ende musst Du Dich mit deiner Entscheidung wohl fühlen. Alles Gute

32

Donnerstag, 11. August 2016, 20:25

Du kannst dir doch alle drei Krankenhäuser mal bei einer Kreißsaalbesichtigung ansehen und Fragen stellen. Wir hatten uns auch drei angesehen und Fragen gestellt. Bei unserem Favoriten hieß es halt, dass sie einen glaub erst ab der 35. Woche nehmen, da sie halt keine Neo dabei haben. Von daher hatte ich mein Ziel vor Augen wie weit ich unbedingt kommen will. Bei der Frauenklinik habe ich auf meine Frage wie viele Zwillingsgeburten sie pro Jahr haben, die freundliche Antwort bekommen wieso ich so blöde Fragen stellen. Sie hätten genug da eh alle aus dem Umkreis zu ihnen kommen würden... Von da an waren sie mir nicht mehr sympathisch und ich wäre nur im Notfall hingegangen. Also am besten angucken und alles fragen was dich interessiert.

33

Donnerstag, 11. August 2016, 23:46

hallo chara,

es tut mir auch sehr leid, dass du deinen sohn still gebären musstest.

ich möchte nur in sachen "baby kuscheln" einwerfen, dass es auch nach einem kaiserschnitt möglich ist, mit den babies sofort zu kuscheln. ich wusste das leider vorher nicht, daher habe ich das schmerzlich vermisst - bei mir wurden sie tatsächlich mir nur einmal kurz gezeigt und dann waren sie mit meinem mann weg und ich habe sie erst nach 2 stunden gesehen und gespürt. fand ich sehr schade.
aber das lag am stil des krankenhauses und hatte nichts mit dem kaiserschnitt zu tun. erkundige dich vorher, wie sie es handhaben. viele frauen, die einen kaiserschnitt hatten, haben hier jedoch erzählt, dass sie ganz normal mit den babies kuscheln konnten, während sie wieder zugenäht wurden - man spürt das ja eh nicht und die babies regen ja den heilungsprozess sofort an.


ich wünsche dir eine gute entscheidung!
Liebe Grüße
von Biene

mit Kleeblatt 11/2012

34

Freitag, 12. August 2016, 22:49

Halla Chara,

ich habe meine Jungs per Einleitung natürlich entbunden. Dabei kam es immer wieder zum Geburtsstillstand und wir standen daher kurz vorm Not KS. Ich habe immer gesagt, dass wir uns nach dem Befinden der Jungs richten und das CTG war die ganze Geburt über gut. Die Hebammen haben alles gegeben und uns sehr liebevoll und tatkräftig begleitet.

Ich kann aber gut verstehen, dass ihr an einen geplanten KS denkt.
Wir haben uns damals am Infoabend in der Klinik erkundigt. Das Anmeldegespräch war ca. in der 35. SSW.

Alles Gute für euch :)

Mama2008

Gelegenheitsposter

Beiträge: 43

Vorname: Mama2008

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35

Samstag, 13. August 2016, 02:28

Hallo.

Mir persönlich war es wichtig in der Uniklinik zu entbinden, da sie dort am meisten Erfahrungen mit Zwillingen haben.
Ich hatte meinen großen Ultraschall in der 21. SSW schon dort und habe mich von dem Zeitpunkt an regelmäßig dort vorgestellt.

Ich hatte dann eine wunderschöne Spontangeburt ohne PDA/ Schmerzmittel in der 39. Woche. Mein Sohn aus SL mit 3170gr und das Mädchen aus BEL problemlos mit 3110gr.
Die Hebammen und Ärzte haben mich immer ermutigt spontan zu entbinden.

36

Sonntag, 14. August 2016, 16:52

Hallo! Mir ging es ähnlich wie dir. Meine beiden Einlinge kamen spontan, meine Zwillinge einen Tag vor dem Tag wo mein Sohn sieben Jahren vorher tot auf die Welt kam. Es war ein Kaiserschnitt. Ich hatte halt einen Blasensprung 3 Wochen vorher. Und am Abend vor der Geburt waren die Infektionswerte gestiegen und es musste plötzlich ganz schnell gehen. Der Arzt war mein Frauenarzt und hat mich die ganze Zeit betreut und auch meine Zwillinge auf die Welt gebracht. Er war auch bei der Geburt von unserem toten Sohn dabei.
Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen :)! sm_sp2 x4

37

Dienstag, 16. August 2016, 09:02

Ich bin dankbar, dass es die Möglichkeit zum KS gibt.

Ich wollte unbedingt eine Spontangeburt. Bei 38+0 wurde eingeleitet. Bei 38+1 bemerkten die Ärzte, dass ich innerlich voller Wasser bin und mein Mädel nicht runterrutschen kann, also feststeckt. Da war der Mumu schon 9cm offen. Daraufhin folgte Not-KS. Zum Glück. Meine Gebärmutter zog sich nicht selbständig zusammen und ich verlor sehr viel Blut. Brauchte 4 L Bluttransfusionen, kam ins künstl. Koma und war auf der Intensiv. habe davor aber meine Kinder noch kurz gesehen.
Wenn ich keinen Not-KS bekommen hätte, wäre ich bei der Spontangeburt verblutet und man hätte nichts machen können.

Desshalb würde ich darauf hören, was die Ärzte raten und wenn ich schon höre Blutverdünner... erst recht.

Alles Gute _daumdrück_ _daumdrück_
Elke

Beiträge: 3 092

Vorname: Kerstin

Wohnort: Heidelberg

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38

Dienstag, 16. August 2016, 09:54

Hallo,

ist ja etwas offtopic, aber ich finde, diese Extremszenarien sollte man nicht so sehr in seine Überlegungen einbeziehen. Zwei meiner Freundinnen wären beinahe durch einmal den KS an sich bzw durch die PDA gestorben. Und nun? Auf jeden Fall Spontangeburt wegen dieser Negativbeispiele? Es ist doch nicht so simpel ...

Zur Grundfrage an sich würde ich schon grundsätzlich immer schauen, ob eine Spontangeburt möglich ist. Wenn aber Dein Mann aufgrund der stillen Geburt sehr große Ängste hat, ist das ja auch nicht einfach beiseite zu wischen. Könnte ggf. ein psychologisches Gespräch zwischen Eich und einem Therapeuten eine Lösung sein? Auch um ggf zu beurteilen, inwieweit Dein Mann im medizinischen Sinne traumatisiert sein könnte. Und dann könnt Ihr weitersehen ...

Auf jeden Fall wünsche ich Euch eine möglichst entspannte und sorgenfreie Restschwangerschaft!



39

Dienstag, 16. August 2016, 14:36

Über die Blutverdünner mache ich mir auch gedanken. Denn 12 Stunden nach einnahme der Medikamente darf keine PDA gemacht werden. In dieser Zeit würde ich bei einem Notkaiserschnitt dann immer eine Vollnarkose bekommen. Wenn man einen Kaiserschnitt von vornherein planen würde, könnte man das eben auch mit einplanen.

Nur ein kleiner Kommentar zu diesem Abschnitt: Wenn das eines der Hauptargumente ist, dann könntet ihr doch auch über eine Einleitung nachdenken. Damit lässt sich doch auch ohne Kaiserschnitt die Geburt etwas planen.
Ich würde mich auch in den drei Krankenhäusern mit Neo kurz mit Eurer Geschichte vorstellen und dann das auswählen, das am Besten zu Euren Vorstellungen passt und dessen Rat bezüglich der Geburt Euch am meisten überzeugt.
Meine beiden Mädels wurden im Dezember 2012 geboren.

40

Dienstag, 16. August 2016, 15:17

Hi,
also ich hatte beide Möglichkeiten offen. Aber die zweite saß bei mir in Steißlage und deshalb entschied ich mich für den KS, weil ich kein Risiko eingehen wollte. Klar die erste wäre sicher gut rausgekommen - aber ob die zweite auch gut hinterhergekommen wäre....Außerdem wussten die Ärzte zum Ende hin auf dem US nicht mehr welche Füße wozu gehörten und wie die Kinder wirklich liegen. Klar war, der Kopf der einen liegt im Becken, aber irgendwie sah mir das alles nach totalem Wirrwarr aus in meinen Bauch. Ich hatte wirklich die Sorge eines Nabelschnurvorfalls bei der Zweiten....Das Risiko wollte ich nicht tragen.
Klar - es ist eine OP und der Schnitt war lang - schön ist was anderes....Aber ich kenne persönlich Zwilliinge wo es zum Nabelschnurvorfall kam und einer behindert ist - das hat meine Entscheidung bestimmt beeinflusst.
Ich bin dafür den Kompromiss eingegangen und habe in einer kleinen Klinik ohne Neo und Kinderstation entbunden. (Wollte nicht das meine Kinder zwangshalber für zwe iWochen auf die Neo kommen weil 36+4 ist ja in der Regel so üblich in solchen Klliniken - schon allein weil sie die Fallzahlen erfüllen müssen um bestehen bleiben zu können). Der Plan ging auf beide fit und da stillfreundliches KH auch beide Vollgestillt bis 4 Monate. Da das KH klein war konnten sie uns auch ein Familienzimmer zur Verfügung stellen - das wäre im anderen KH mit Neo nicht gegangen.